Eine wichtige Grundlage für die hochverfügbare Bereitstellung von Diensten und Applikation ist eine redundant ausgelegte Datenspeicherung. Innerhalb eines Rechenzentrums müssen Daten synchron, also ohne jeglichen Zeitversatz gespiegelt werden. Bei einer verteilten IT-Infrastruktur über mehrere Standorte und WAN-Verbindungen hinweg, kann eine asynchrone Spiegelung niedrig frequentierte Zeiten nutzen, um Daten in das zentrale Rechenzentrum zu übertragen. Auf diese Weise lassen sich auch entfernte Systeme in die zentralen IT-Prozesse integrieren, wie zum Beispiel die Datensicherung.
Das „Distributed Replicated Block Device“ (DRBD) stellt die Übertragung von Daten bereits auf der Blockebene bereit und sorgt dadurch für eine zuverlässige redundante Datenspeicherung. Die Übertragung der Daten erfolgt über die bestehende Netzwerkinfrastruktur, wodurch sich DRBD flexibel und kostengünstig in unterschiedlichste Anwendungsfälle einfügt. Die blockbasierte Funktionsweise reduziert die Bandbreitenbelastung auf ein Minimum, sodass besonders bei Übertragungen über Standortgrenzen hinweg deutliche Vorteile gegenüber einer dateibasierten Übertragung zu sehen sind.
Im synchronen Modus von DRBD werden alle Schreibzugriffe in Echtzeit an den passiven Host übermittelt. Er signalisiert nach erfolgreichem Schreibvorgang dem aktiven Host, dass die Schreiboperation abgeschlossen ist. Bis zum Erhalt der positiven Rückmeldung wird der zu schreibende Block im Arbeitsspeicher des aktiven Hosts vorgehalten. Diese Funktionsweise, vergleichbar mit dem Aufbau eines RAID1, macht die Datenspiegelung zu jedem Zeitpunkt transparent und synchron. Ergänzt um den „DRBD Proxy“ werden asynchrone Spiegelungen möglich. Die Funktionsweise ähnelt der synchronen Übertragung, allerdings werden die Schreibvorgänge auf einem getrennten System zwischengespeichert und nur in definierten Zeiträumen oder bei niedriger Leitungsauslastung übertragen.
Als Rechenzentrumsbetreiber einer weltweit agierenden Konzerngruppe implementiert und betreut it-novum seit vielen Jahren die hochverfügbare Bereitstellung von Daten und den Umgang mit Datenbeständen in Mehr-Standort-Konzepten. Auch im Bereich des Applikations-Clusterings setzt it-novum auf die Verbindung von DRBD, Pacemaker und Corosync.